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Maria Magdalena

Heft 49 (3/2008)

Die Anfänge Israels: Die Diskussion um die Landnahme
Über die Anfänge Israels wird und wurde immer viel diskutiert. Das Ergebnis lässt aufhorchen: Israel ist wohl überhaupt nie in das “verheißene Land” eingewandert. Es war immer schon da! Die Vorfahren der Israeliten waren – so die Analyse der Archäologen – die Bewohner des Berglands zwischen Jordan und Mittelmeer. Während sich an der Küste die Seevölker (Phönizier und Philister) breitmachten, reifte oben in den Hügeln ganz friedlich und wohl ohne spektakuläre Kriegszüge das Volk heran, das sich später Israel (“Gott streitet”) nennt. In den Adern der Israeliten strömte also kanaanäisches Blut. Nach dieser klaren archäologischen Erkenntnis entsteht natürlich Erklärungsbedarf für die ganz anders lautenden Darstellungen der biblischen “Geschichtsbücher”. Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass die ganzen Landnahme-Schilderungen in Zeiten verfasst wurden, in denen Israel politisch ohnmächtig war, gewinnen diese Texte eine andere Bedeutung: Sie dienten dazu, einem äußerst bedrohten und geteilten Volk neues Selbstbewusstsein und Gottvertrauen zu geben. Darum eignen sich diese “Berichte” ganz schlecht als Argument für Gewaltpolitik. Wie der Kampf um das Land heutzutage geführt wird, zeigt ein Bericht über die aktuelle Situation in Palästina. Anlässlich des Jubiläums des Staates Israel enthält der archäologische Teil des Heftes einen Überblick über 60 Jahre Archäologie in Israel.


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